Krankheiten

Krankheiten beim Hund

BEI HUNDEN IST ES WIE BEI UNS MENSCHEN...DER EINE KOMMT OHNE GROSSE WEHWEHCHEN DURCHS LEBEN, DEN ANDEREN PLAGEN KRANKHEITEN

Viele Krankheiten aber lassen sich verhindern. Wichtige Impfungen beispielsweise schützen vor vielen schwerwiegenden Erkrankungen. Ein Hund, der gut ernährt und bewegt wird, ist in der Regel gesünder als ein Hund der nur auf dem Sofa sitzt und sich auf Leckerchen konzentriert. Aber auch bei artgerechter und gesunder Ernährung, einer ausgiebigen Pflege, viel Liebe und zahlreichen Spaziergängen kann es immer mal wieder vorkommen, dass Ihr Hund krank wird.

Sobald Ihr Hund nicht mehr frisst, sich schlapp und müde fühl oder aber andere Veränderungen zeigt und Sie somit unsicher sind oder eine Krankheit vermuten, sollten Sie immer den Tierarzt besuchen. Bei eventuellen Krankheiten kann nur so schnell genug eingegriffen und eine Behandlung eingeleitet werden. Bitte gehen Sie also lieber ein Mal zu viel als ein Mal zu wenig zum Tierarzt.

Vorbeugen ist besser...

Vor der Ausreise

Maßnahmen unseres Vereins

Alle unsere Hunde aus dem Ausland sind vollständig geimpft    (Zwingerhusten, Staupe, Hepatitis, Tollwut, Leptospirose, Parvovirose) und gechipt.

Vor ihrer Ausreise nach Deutschland werden sie noch einmal tierärztlich untersucht, entwurmt und entfloht.

Zusätzlich werden die Hunde je nach Herkunft auf häufig vorkommende Erkrankungen getestet. 

Bei Hunden aus Rumänien sind diese beispielsweise:

  • Anaplasmose (4DX-Test)

  • Borreliose (4DX-Test)

  • Dirofilariose (4DX-Test)

  • Ehrlichiose (4DX-Test)

  • Leishmaniose

  • Giardien (bei Welpen)

Alle Hunde die sich bei uns auf Pflegestellen befinden, werden auch in Deutschland nochmals vor der Vermittlung einem Tierarzt vorgestellt.

Wie erkenne ich, ob mein Hund krank ist?

  • Durchfall und/oder Erbrechen

  • Verweigern des Futters

  • Kratzen/Juckreiz

  • Apathie, Bewegungsunlust

  • übermäßiges Hecheln

  • Einschränkung in der Bewegung, Humpeln

  • Übermäßiges Trinken

  • Veränderungen der Haut/des Fells: stumpfes oder struppiges Fell, schuppige Haut, Fellverlust

  • Fieber

Jedoch muss nicht immer bei den genannten Veränderungen eine Erkrankung des Hundes vorliegen. Beispielsweise fressen und bewegen sich einige Hunde im Sommer bei hohen Temperaturen weniger.
Im Zweifelsfall sollte jedoch immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Nach der Vermittlung

Maßnahmen Die sie durchführen sollten

Es kann in seltenen Fällen vorkommen, dass ein Tier eine Krankheit in sich trägt, die bei der Untersuchung vor der Abreise nicht festgestellt werden konnte und die erst durch den Stress des Umzugs auftritt oder weil sie eine lange Inkubationszeit hat und erst nach Wochen, bzw. Monaten ausbricht.

Daher ist es wichtig, dass Sie nach Ankunft Ihres neuen Familienmitglieds Folgendes tun:

  • Erneute Untersuchung auf Mittelmeerkrankheiten nach 6 Monaten

  • Auffrischung der Impfungen nach Vorgabe im Heimtierausweis

Krankheiten vorbeugen

  • Achten Sie auf eine Ernährung, die an die Bedürfnisse Ihres Hundes angepasst ist

  • Vermeiden Sie Über- und Untergewicht bei Ihrem Hund

  • Beugen Sie Gelenkerkrankungen durch eine Überlastung junger Hunde vor

  • Vermeiden Sie Stress bei Ihrem Hund: Achten Sie stets auf das Ausdrucksverhalten und Stresssymptome

  • Beugen Sie durch regelmäßige Prophylaxe einem möglichen Befall durch Parasiten wie Zecken und Flöhe vor

  • Vermeiden Sie Zahnstein durch die Ernährung und regelmäßige Zahnpflege

  • Überprüfen Sie den Impfschutz Ihres Hundes und vereinbaren Sie Routinechecks bei Ihrem Tierarzt

Auch bei Hunden, die keine Anzeichen von Erkrankungen zeigen, kann ein regelmäßiger Routinecheck beim Tierarzt alle 1 - 2 Jahre hilfreich sein. Dieser überprüft das Gewicht, die Zähne und den Allgemeinzustand des Hundes und kann durch ein Blutbild ggf. eine Erkrankung frühzeitig erkennen.

Inkubationszeiten

INFEKTIONSKRANKHEIT

Anaplasmose
(Übertragung durch Zecken)

Babesiose
(Übertragung durch Zecken)

Borreliose
(Übertragung durch Zecken)

Dirofilariose
(Übertragung durch Stechmücken)

Ehrlichiose
(Übertragung durch Zecken)

Hepatozoonose
(Übertragung durch Einzeller)

Leishmaniose
(Übertragung durch Sandmücken)

INKUBATIONSZEIT

2 Tage - 3 Wochen

4 - 21 Tage

2 Wochen - 5 Monate

5 - 6 Monate
bis zum adulten Herzwurm

8 - 20 Tage

2 - 4 Wochen

4 Wochen - 7 Jahre (!)

WAS BEDEUTEN INKUBATIONSZEITEN?

Wegen der teilweise langen Inkubationszeiten (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) kann leider nicht zu 100% ausgeschlossen werden, dass bei einem der Hunde eventuell erst nach einer gewissen Zeit eine der aufgeführten Infektionskrankheiten ausbricht.

Zwar wird jeder unserer Hunde von uns vor der Ausreise untersucht und mit einem 4DX-Test getestet, aber ein Restriskiko bleibt, da Infektionen z.T. erst einige Zeit nach der Ansteckung nachgewiesen werden können!

Daher empfehlen wir dringend, den Hund ca. 6 Monate nach der Übernahme auf diese Infektionskrankheiten testen zu lassen.

Risikokarte

FÜR PARASITEN-ÜBERTRAGENE INFEKTIONSKRANKHEITEN DES HUNDES IN EUROPA

Quelle: www.cvbd.org - nach neueren Erhebungen des CVBD World Forum gehören mittlerweile auch die Schweiz, Ungarn, Rumänien und Albanien zu der Zone mit einem "hohen Risioko".

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Tierschutzverein Maoland e.V.

Marktstraße 10/1

74182 Obersulm